Bobs Kolumne

Entscheidendes Wochenende für die Füchse-Jugend

Liebe Handballfreunde, zuerst einmal möchte ich den Rhein-Neckar Löwen ganz herzlich zum Gewinn...[mehr]

Zwischen Halbfinale und Bundesliga

Liebe Handballfreunde, wir sind mittendrin im Kampf um die Halbfinalplätze bei den Deutschen...[mehr]

Erfolgreiches Wochenende für die Füchse-Jugend

Liebe Handballfreunde, heute Abend ist es wieder so weit, nach einer kurzen Länderspielpause geht...[mehr]

Bobs Welt

Bob der Fuchs

Berliner Handball zurück zu alten Erfolgen

Vom Lizenzentzug in Liga 2 ins Mittelfeld der TOYOTA Handball-Bundesliga

„Reinickendorfer Füchse“ – der Sportverein im Norden Berlins ist in Handball-Deutschland ein Synonym für erfolgreichen Handball. Damals noch als Westberliner Verein in der geteilten Hauptstadt treten die Profihandballer der Reinickendorfer Füchse inzwischen als Gesamtberliner Bundesliga-Handballer als „Füchse Berlin“ an, seit 2007 endlich auch wieder in der höchsten Spielklasse, der TOYOTA Handball-Bundesliga.

Ich bin stolz darauf, dass ich meinen Beitrag zum Wiederaufstieg der Füchse leisten konnte und damit den Profihandball zurück nach Berlin brachte. Als ich 2005 den Anruf erhielt, ob ich nach meinem Engagement in Hamburg mir zutrauen würde auch in der Bundeshauptstadt etwas aufzubauen.

Die erste Saison 2005/06 war bestimmt vom Neuanfang. Nach zähem Ringen erhielten die Füchse doch noch die Lizenz für die zweite Liga, erst kurz vor Saisonstart konnten wir ernsthaft in die Planungen einsteigen. Es gelang uns den Nationalspieler Christian Rose nach Berlin zu lotsen, ein Leistungsträger und Aushängeschild war damit gefunden. Am Anfang musste ich noch das Training selbst übernehmen, mit Jörn-Uwe Lommel gelang es dann einen Bundesliga-erfahrenen Trainer zu gewinnen. In der ersten Saison konnte es nur ein Ziel geben: Klassenerhalt. Und selbst der fiel schwer genug, aber am Ende schafften wir das erste Ziel und blieben in der zweiten Liga.

Vom Klassenerhalt zum Aufstieg, die Saison 2006/07 war mehr als rasant. Von Beginn an waren wir neben dem Stralsunder HV und der Ahlener SG der Hauptfavorit für den Aufstieg. Dafür musste das halbe Team getauscht werden, dennoch bedeutete das für alle eine große Umstellung. Vom Jäger zum Gejagten, gegen die ambitionierten Hauptstädter war jeder Gegner doppelt motiviert. Nichts desto trotz, erst in der Rückrunde gab es zwei Niederlagen, zu diesem Zeitpunkt hatten die Verfolger aber bereits mehrfach gepatzt. Früh stand so der Aufstieg fest, am letzten Spieltag wurde in der Max-Schmeling-Halle mit mehr als 8.000 Zuschauern gefeiert – Zuschauerrekord für die zweite Liga.

Im Sommer 2007 war es dann soweit, die Füchse Berlin waren wieder in der ersten Liga und sollten es auch bleiben. Die Zielvorgabe war entsprechend einfach, die Klasse sollte gehalten werden. Es wurden die ersten Siege in der TOYOTA Handball-Bundesliga gefeiert, das neue Team fand schnell zusammen. Dennoch gelang es nicht sich aus dem Abstiegskampf zu lösen, bis im Dezember nachgelegt wurde, dank des hervorragenden Zuschauerschnittes wurde dieMannschaft nochmals ergänzt. Damit wurden unter anderem Göppingen, Magdeburg und Lemgo geschlagen, die Sensation gab es aber gegen Kiel. Der Aufsteiger hielt gegen den Meister mit, führte teilweise mit sechs Toren und verlor erst in einer hochdramatischen Schlussphase in der letzten Sekunde. Wer im April 2008 in der Halle war wird dieses Spiel wahrscheinlich genauso wenig vergessen wie ich. Am Ende gelang dann auch das anvisierte Ziel des Klassenerhaltes.

In der folgenden Saison 2008/09 wurde dann der nächste Schritt nach vorn gemacht. War es im Jahr zuvor noch Platz 12 gelang es sich zwei Plätze auf den zehnten Rang zu steigern. Aber es lief nicht alles nach Plan. Zwar waren die Ausflüge in die O²-World restlos ausverkauft, aber die Fans taten sich schwer mit der neuen Halle und die Mannschaft kassierte drei bittere Niederlagen. Trotz einer miserablen Rückrunde wurde im letzten Spiel mit einem Sieg noch der zehnte Platz erreicht. Der nächste Schritt nach vorne war gemacht, auch wenn er am Ende mehr Nerven kostete als geplant.

Viele Spieler kamen und gingen in meinen ersten vier Jahren in Berlin, zur neuen Saison gab es dann allerdings eine noch größere Veränderung. Mit dem Isländer Dagur Sigurdsson traten die Füchse Berlin in ihre dritte Erstligasaison an. In der Hinserie mussten wir schmerzhafte und unglückliche Niederlagen einstecken, konnten aber mit dem Sieg gegen die Rhein-Neckar Löwen auch ein Ausrufezeichen setzen. Es dauert eben seine Zeit, bis sich ein neues Konzept auszahlt, aber ich bin optimistisch, dass wir uns in der Rückrunde noch weiter steigern werden.

Das Umfeld entwickelt sich – Schwerpunkt in der Jugendarbeit

Die Fortschritte auf dem Spielfeld sind offensichtlich, aber vor allem hinter den Kulissen werden die nächsten Schritte vorbereitet. Die Entwicklung im Umfeld des Teams war in den letzten Jahren fast noch rasanter als die sportliche Entwicklung. Los ging es mit ein paar Kartons und einem Büro bei der DKB, das war im Sommer 2005 der Startschuss. Behutsam wurde ein Team aufgebaut, wir konnten dann in eigene Räumlichkeiten am Gendarmenmarkt umziehen und sind kontinuierlich gewachsen.

Von Anfang war mir aber die Jugendarbeit besonders wichtig, gern verwende ich dabei den Begriff „Berlinalisierung“. Von Anfang an war es mein Ziel die Jugendlichen in Berlin optimal zu fördern um möglichst viele junge Berliner an die Bundesliga heranzuführen. Vielleicht war es dabei besonders hilfreich, dass ich kein Ur-Berliner bin. So konnte ich die eine oder andere Brücke zwischen Berliner Vereinen bauen, die sich in der Jugendarbeit engagieren. Ich übernahm die A-Jugend der neu gegründeten SG Spandau/Füchse Berlin mit der wir 2007 und 2008 den dritten Platz in der Deutschen Meisterschaft gewannen.

Darum hat sich ein großartiges Team gebildet, Leichtathletik- und Konditionstrainer der Profis trainieren auch mit den Jugendlichen und die Trainer stimmen sich untereinander ab. Letzten Sommer hatten wir ein gemeinsames Trainingslager von der C-Jugend bis hoch zu den Profis, ein wunderbares Gemeinschaftserlebnis. Mit den Füchsen verantworten wir auch die Ausbildung der männlichen Handballjugend an der Eliteschule des Sports.

Dieses ganze Engagement gibt es nicht zum Nulltarif, kurzfristig könnten wir uns vielleicht für die Profimannschaft einen Spieler mehr leisten. Aber wo wäre der Profihandball in Deutschland und vor allem unser Nationalteam ohne die Ausbildung junger Handballer? Ich bin mir sicher, dass wir uns in den nächsten Jahren über weitere Berliner Profis in der Bundesliga freuen dürfen. Die ersten Erfolge dürfen wir gerade in der zweiten Mannschaft feiern. Erst im Sommer sind die „Jung-Füchse“ in die Regionalliga aufgestiegen und sind schon wieder auf Aufstiegskurs.

Tippspiel

  • 1. 65armin
    690 Punkte
  • 2. Bohne
    681 Punkte
  • 3. Bierkoenig
    678 Punkte
  • 4. wanndann
    676 Punkte
  • 5. Golfff
    675 Punkte
  • 6. Holgibest
    673 Punkte
  • 7. ReneM
    672 Punkte
  • 7. Udogo
    672 Punkte
  • 9. StefanCM
    670 Punkte
  • 10. enjoylife76
    668 Punkte

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Termine

  • 21.05.2013 Dienstag HBL, 32. Spieltag: HSV Hamburg - Füchse Berlin (20:15 Uhr, live Sport1)
  • 02.06.2013 Sonntag HBL, 33. Spieltag: Füchse Berlin - VfL Gummersbach (17:30 Uhr)